Stanford-Studien: Blickveränderung verringert Stress


„Das Sehen ist der wohl stärkste Hebel überhaupt, um die Verfassung unserer Psyche und unseres Körpers zu verändern“, erklärt der Neurowissenschaftler Dr. Andrew Huber von der renommierten Stanford University, USA, im Video-Interview mit Tim Ferris. Erst vor wenigen Jahren entdeckte Huber mit einem Team die neuronalen Pfade in unserem Gehirn, die aktiv werden, wenn wir eine Bedrohung visuell wahrnehmen und unsere Stressreaktion ausgelöst wird.

Weshalb unser Blick und unsere Stresssymptome in engster Verbindung stehen? Was viele überraschen wird: Die Augen gehören zu unserem Gehirn, sind Teil des zentralen Nervensystems. Dies sei, so Andrew Huber im Interview mit dem Magazin spektrum.de, der Grund dafür, weshalb sie unser sympathisches Nervensystem so stark steuern. Und dieser Teil unseres Nervensystems reguliert unsere Organfunktionen und somit unsere typischen Stresssymptome.

Damit liegt genau in dieser Verbindung eine große Chance, unser Stresslevel herunterzufahren. Während der Tunnelblick die weiteren Stressreaktionen auslöst, sorgt laut Huber ein anderer Blick für Ruhe in unserem Nervensystem: der Panoramablick.

Für den Panoramablick schaut man einfach nur in die Ferne, ohne einen konkreten Punkt zu fixieren. Man weitet den Blick bis zu den Rändern seines Blickfeldes. „Diese Art des Sehens dämpft einen Mechanismus im Hirnstamm, der an Wachsamkeit und Erregung beteiligt ist“, sagt Huber.

Was Huber und sein Team auf dem Weg seiner Forschung anspornte? „Wir wollten Werkzeuge entwickeln, die Menschen schon in einem kurzen Moment nutzen können“, so Huber im Stanford Medicine „Scope Blog“.

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